Kennst du deine Erziehungsziele?

In meinem Blogartikel über den Zusammenhalt innerhalb der Familie habe ich erwähnt, dass es wichtig wäre, über eure Erziehungsziele zu sprechen, wenn ihr einen gelassenen und entspannten Familienalltag anstrebt. Im aktuellen Artikel möchte ich dieses Thema etwas näher beleuchten und dich dazu animieren, deine eigenen Erziehungsziele ganz klar zu definieren.

Was ist ein „Erziehungsziel“?

Grundsätzlich mag ich ja das Wort „Erziehung“ nicht so gerne, ich verwende lieber den Begriff „Begleitung“, also ich begleite mein Kind in seiner Entwicklung. Im Wort „Erziehung“ steckt das Wort „ziehen“ und da habe ich innerlich das Bild vor mir, dass ich mein Kind in eine bestimmte Richtung ziehen und zerren will und genau so soll es ja nicht sein. Ich verwende in meiner Arbeit trotzdem das Wort „Erziehungsziel“, einfach weil es ein sehr populärer Begriff ist.

Also, was sind Erziehungsziele? Dabei stellt sich die Frage, welche Werte wir unserem Kind mitgeben wollen und was wir ihm für seine Zukunft wünschen. Was soll mal „aus ihm werden“ und in welche Richtung soll es sich entwickeln?

Einige Bespiele für mögliche Erziehungsziele

  • Mein Kind soll gut auf seinen Körper hören und seine Grenzen wahrnehmen und aufzeigen können.
  • Mein Kind soll ein gutes Selbstwertgefühl haben und sich in seinem Körper wohl fühlen.
  • Mein Kind soll ein selbstständiger und verantwortungsbewusster Erwachsener werden.
  • Mein Kind soll mit seinen Mitmenschen und seiner Umwelt liebevoll und verständnisvoll umgehen.
  • Mein Kind soll ein freier Mensch werden, selbstständig Entscheidungen treffen und auch dazu stehen.

Warum sind klare Erziehungsziele von Vorteil?

Natürlich, wir wünschen uns viele gute Dinge für unsere Kinder, aber sehr oft benehmen wir uns völlig konträr zu dem, was wir eigentlich vermitteln wollen. Nur, wenn du genau weißt, wohin dein Weg führen soll, kannst du dich auch entsprechend verhalten. Stell dir vor, du fährst auf Urlaub und hast keine Ahnung, wohin es gehen soll. Woher willst du wissen, welche Straße du nehmen musst?

erziehungsziele
Weißt du, in welche Richtung es gehen soll?

Also, dein Erziehungsziel bzw. deine Erziehungsziele zu definieren und sich darüber im Klaren zu sein, ist der erste wichtige Schritt. Ich lade dich auch ein, deine Erziehungsziele mit deinem Partner bzw. dem Kindesvater zu besprechen und abzustimmen, denn nichts ist verwirrender für ein Kind, wenn bei Mama der eine Wert gelebt wird und derselbe Wert bei Papa nicht von Bedeutung ist.

Der nächste Schritt ist nun, dich selbst zu beobachten und dir zu überlegen, wie du dich deinem Kind gegenüber verhalten musst, um genau die Werte, die dir wichtig sind, zu transportieren. Handelst du immer FÜR dein Erziehungsziel oder hast du dich schon mal dabei ertappt, mit deiner Reaktion genau GEGEN dieses Erziehungsziel zu arbeiten?

Wie kann ich FÜR mein Ziel handeln?

Hier noch ein Beispiel für ein Erziehungsziel und das passende Verhalten, damit du weißt, worauf ich hinaus will:

Erziehungsziel: Mein Kind soll selbstständig und autonom werden.

Diese Fragen kannst du dir stellen, wenn du dein Verhalten deinem Kind gegenüber beobachtest:

  • Hilft es meinem Kind in seiner Entwicklung, wenn ich ständig Befehle erteile, alles kontrollieren will und ihm nicht vertraue? Wird es das Ziel so erreichen?
  • Ist es hilfreich, wenn ich als Erwachsene immer meine Meinung durchsetzen will und nicht darauf eingehe, was mein Kind dazu denkt?
  • Hilft es meinem Kind, wenn es ständig als frech und aufmüpfig bezeichnet wird, sobald es die Aussage eines Erwachsenen (zB des Lehrers) hinterfragt?
  • Ist es hilfreich, wenn ich meinem Kind sage, es soll einfach tun, was von ihm verlangt wird, ohne selbst darüber nachzudenken und Alternativen zu suchen?

Glaube mir, wenn du dir einmal bewusst gemacht hast, wohin es gehen soll und welche Ziele du verfolgen möchtest, fällt es dir auch im Alltag leichter, entsprechend zu handeln.

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